Blankenburg /Harz

Blankenburg, die Heimatstadt unseres Vereins SV Lokomotive Blankenburg 1949 e.V., war einst zweite Residenz des Herzogtums Braunschweig und ist heute ein moderner Kurort und Moorheilbad. Die Stadt präsentiert dem Besucher eine historische Innenstadt mit mittelalterlichen Straßenzügen sowie Resten der Stadt-
mauer und Türmen.

Blankenburger Rathaus

Aufnahme von 1892 mit dem Großen Schloß auf
dem Burgberg und dem Renaissancerathaus von 1582

Blankenburg verdankt seinen Namen der Lage einer Burg auf dem blanken (=hellen) Stein, die im Jahre 1123 erstmalig Erwähnung fand.

Die barocke Prachtentfaltung fürstlicher Hofhaltung brachte der Stadt bis 1721 eine vorübergehende Blüte. Vom August 1786 bis Februar 1798 weilten 200 französische Emigranten des Hochadels unter Graf von Lille, dem späteren König Ludwig XVIII., in Blankenburg, was positive Folgen auf die wirtschaftliche Entwicklung hatte. Eisenbahnanschluß (1873) und Industrialisierung, der Beginn der Brunnenkuren mit Mineralwasser, die Gründung der Harzwerke (Graugießerei) und der Residenz-
charakter der Stadt veranlaßten viele Offiziere, Beamte, Adelige und Pensionäre, Blankenburg zu ihrem Ruhesitz zu erwählen.

Blankenburg weist bemerkenswerte Sehenswürdigkeiten auf, die jährlich eine Vielzahl von Besu-
chern anziehen. Zwei davon möchten wir Ihnen an dieser Stelle kurz vorstellen, um Ihnen einen Eindruck der Vielseitigkeit und der historischen Bedeutung der Stadt am nördlichen Rande des Harzes zu vermitteln.


Rathaus     

Das Rathaus

Das Rathaus am Markt (1233 erbaut) ist ein spätgotischer Sand-
steinbau, dem 1546 der fünfseitige Treppenturm angefügt wurde. 1577 erfolgte die Veränderung der Fenster und Portale auf der Marktseite in Renaissanceformen. 1583-84 erhielt das Gebäude das zweite Obergeschoß. An die Belagerung und den Beschuß der Stadt während des dreißigjährigen Krieges erinnern zehn eingemauerte Kanonenkugeln. 1783 bekamen das Portal am Treppenturm und der Dachreiter ihre barocke Gestalt. 1870 folgte die Restaurierung des vorstehenden Mittelteils mit Renais-
sancegiebel und Stadtwappen.

Kloster Michaelstein

Das ehemalige Zisterzienser-Kloster in der näheren Umgebung von Blankenburg wurde 1160 an den heutigen Standort verlegt.
Das Kloster existierte 370 Jahre als religiöses und kulturelles Zentrum der Region. Nach dem Bauernkrieg und der Reformation wurde es aufgelöst, sein Besitz fiel an die Blankenburger Grafen, danach an das Herzogtum Braunschweig.
Heute ist Michaelstein ein Ort der Forschung und der Musikpflege. Hier finden Konzerte und Seminare für junge Musiker statt, die vorrangig dem Werk des Magdeburgers Georg Philipp Telemann gewidmet sind. Sehenswert ist auch die historische Musikinstrumentensammlung.
Die folgenden Bilder zeigen den Innenhof des Klosters und den Klostergarten.

        

Die Mehrzahl der Gebäude des Klosters ist noch romanisch, die Kreuzgänge, zu sehen auf den drei nachfolgenden Bildern, weisen jedoch bereits frühgotische Formen auf.