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SPORTVEREIN LOKOMOTIVE BLANKENBURG 1949 e.V.
Abteilung KEGELN
 

Wer kennt Kegelbrüder auf dem folgenden Bild?

Bezirksausscheid der Motorsportler in Blankenburg. Leider fehlen uns Angaben zu den Organisatoren dieser Veranstaltung. Lok, Stahl, Turbine und Medizin Blankenburg hatten als Heimstatt Ihrer sportlichen Aktivitäten die Kegelbahn im Bahnhofshotel ( Hotel Kaiser Wilhelm ).  

Seit dem Jahre 1860 ist das Kegeln schon in Blankenburg nachweisbar, allerdings noch sehr primitiv und als „Gartenanlage“. Im Jahre 1927 wurde der „Verband Blankenburger Kegelklubs e.V.“ gegründet.

Danach gab es für die Sportkegler im „Hotel Kaiser Wilhelm“, dem späteren Bahnhofshotel, zwei Asphalt-, zwei Bohle-Bahnen und eine Schere-Bahn. Außerdem gab es diverse Kegelbahnen in den „Kneipen“ der Stadt.

 

Die jetzige Abteilung Kegeln des SV Lok wurde am 30.September 1952 (als Sektion Kegeln der BSG Lok)

Gegründet. Bis 1962 fungierte Gustav Althaus als Sektionsleiter. Es wurde auf Asphalt und Bohle im Bahnhofshotel gekegelt. Nach der Umstellung des Trägerbetriebes Reichsbahn-Ausbesserungswerk (RAW) auf ein Forschungs- und Entwicklungswerk (FEW), damals noch REW, wurde das Grundstück „Alt Blankenburg“ in der Albert-Schneider-Str. 7gekauft und dessen Kegelbahn auf zwei Bohle-Bahnen umgestellt. Danach kegelten die Bohlespieler in „Alt Blankenburg“, die Asphalter blieben im Bahnhofshotel, das dann nur noch vier Asphalt-Bahnen besaß. Bereits im Jahre 1965 wurde  in „Alt Blankenburg“ eine Aufstellanlage eingebaut, die die Kegeljungen überflüssig machte. Im Jahre 1977 wurde der Kegelbetrieb im Bahnhofshotel eingestellt. Seitdem gibt es in Blankenburg nur noch eine Zwei-Bahnen-Anlage für Bohle - für die Größe der Stadt zu wenig!

 

Die Unterhaltung der Kegelbahn und diverse Umbauten wurden nur in Eigeninitiative der Kegler mit vielen freiwilligen Arbeitsleistungen durchgeführt – wie damals üblich mit finanziellen Mitteln der Deutschen Reichsbahn.

 

Nach der Wende im Jahre 1990 wurden bis zum jetzigen Zeitpunkt weitere Baumaßnahmen, unterstützt durch Fördermittel und freiwillige Arbeitsleistungen der Kegler, durchgeführt. So wurden zur Kegelbahn gehörende Räumlichkeiten saniert und renoviert, eine neue moderne Heizungsanlage installiert, eine neue Bohle-Bahn eingebaut, sowie zwei neue Kegelautomaten installiert.

 

Auch vor der Wende gab es vielfältige Erfolge bis hin zu den DDR-Meisterschaften. Um nur einige zu nennen:

 

Walter Thiele (damals noch bei der BSG Turbine) wurde 1955 DDR-Meister auf Bohle.

Die „Lok-Frauen“ erreichten 1959 bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft den zweiten Platz.

Hilde Althaus wird 1962 Deutsche Meisterin.

Edith Wiese erzielt am 29.6.1963 Deutschen Rekord mit 757 Punkten.

Die Seniorenmannschaft mit Eismann, Kusserow, Kohlschmidt, Riedel, Thiele und Ziege wird Deutscher Meister mit Bahnrekord in Halberstadt am 2.5.1968.

1972 wird Dieter Buchhorn Bezirksmeister auf Asphalt.

Mario Lindner wird 1968 in der Altersklasse 10-12 Vize-DDR-Meister.

 

Nach der Wende gab es weitere Erfolge für die Kegler und Keglerinnen des SV Lok Blankenburg. Einige sollen nachfolgend genannt werden:

 

2.Platz der 1.Damenmannschaft bei den Landesmannschaftsmeisterschaften 2000.

3.Platz der 1.Herrenmannschaft bei den Landesmannschaftsmeisterschaften 1998.

Gewinn des Ost-Harz-Pokals 1999 durch die 1.Herrenmannschaft.

3.Platz 1996 bei den Landesmeisterschaften der Damen A, 2.Platz 1997 bei den Landesmeisterschaften der Seniorinnen A und 1.Platz im Jahr 2000 bei den Landesmeisterschaften der Seniorinnen B durch

Olga Grundmann.

Im Jahr 2001 erreichte Lothar Richter bei den Landesmeisterschaften der Senioren A den Landesmeistertitel.

 

 

letzte Aktualisierung 30.01.2013